Wir sind mittlerweile bei unserem 3. Teil des Workshops zur E-Rechnung angekommen und sind mit den Neuerungen aus dem BMV vom Oktober 2025 unterwegs.
Dabei ist die dringendste Nachricht, dass wir alle auf unseren Vorsteuerabzug ab 2027 genau achten sollten, indem wir die E-Rechnungen nicht nur optisch sondern auch technisch prüfen sollten.
Wir danken Ihnen für die rege Teilnahme und aktive Diskussion über das Thema.
Für alle die das Seminar verpasst haben, stellen wir gerne die Aufzeichnung des Seminars hier zum ansehen zur Verfügung.
Die wichtigsten Inhalte und Fragen sowie auch zukünftig Neuigkeiten und Entwicklungen zum Thema "E-Rechnung" fassen wir für Sie stets aktuell auf dieser Themenwebseite zusammen.
Am Ende bleibt noch ein Aufruf: Bitte stellen Sie jetzt auch Ihre Ausgangsrechnung um, selbst wenn Sie ggf. noch ein weiteres Jahr Übergangsfrist haben sollten.
E-Rechnungs-Sprechstunde am 10.07.26 um 13:00 Uhr
Das Bundesfinanzministerium hat die letzten Rahmenbedingungen für die neue E-Rechnung im Oktober 2025 bekannt gegeben. Wir sind in unserer E-Rechnungs-Sprechstunde am 10.07.2026 die aktuellsten Meldungen und Veränderungen gemeinsam durchgegangen und haben noch rechtzeitig vor dem Jahresende besprochen was unmittelbar noch getan werden sollte.
Wir hoffen bei dem Thema einige Fragezeichen weniger hinterlassen zu haben. Vielen Dank auch nochmal von unserer Seite für die rege Teilnahme und die wirklich guten Fragen.
Die gezeigte Präsentation, können Sie hier herunterladen.
Was ist eine E-Rechnung
In der ersten Phase werden E-Rechnungen zukünftig auch wieder per Email versandt werden. Neben dem optisch durch Menschen lesbaren Teil wird die Rechnung jedoch um per Gesetz definierte Mindestinformationen angereichert. Diese Information ist für die EDV-Weiterverarbeitung bestimmt.
Das bloße versenden von Rechnungen im Pdf-Format stellt begrifflich keine E-Rechnung dar. Ab 2025 werden Pdf- oder Papier-Rechnungen als „sonstige Rechnungen“ bezeichnet. § 14 Abs. 1 S. 2 n.F
Wo ist die gesetzliche Grundlage
Die EU-Definition findet sich in Artikel 217 MwStSystRL. Die Umsetzung in Deutschland wurde in Art. 23 des Wachstumschancengesetz durchgeführt. Der Bundesrat hat dem Gesetz am 22.03.2024 zugestimmt.
Im Umsatzsteuergesetz wurde § 14 sowie § 27 Abs. 38 infolgedessen geändert und angepasst.
Das Format der E-Rechnung muss der CEN-Norm "EN 16931" entsprechen. Dies sind derzeit u.A. die Formate: XRechnung / ZUGFeRD 2.0.1.
Wann geht es los ?
Abweichend von § 14 kann bis zum 31. Dezember 2026 auf Papier oder vorbehaltlich der Zustimmung des Empfängers in einem elektronischen Format, das nicht § 14 Absatz 1 Satz 6 entspricht (Anm. z.B. Pdf), übermittelt werden. Auch kann bis zum 31. Dezember 2027 auf Papier oder vorbehaltlich der Zustimmung des Empfängers in einem elektronischen Format, das nicht § 14 Absatz 1 Satz 6 entspricht, übermittelt werden, wenn der Gesamtumsatz des die Rechnungsausstellers im vorangegangenen Kalenderjahr nicht mehr als 800 000 Euro betragen hat.
Workshop zum Thema
Damit Sie und wir von diesem Thema zeitlich nicht überrollt werden, hatten wir in unserem Online-Workshop am 26.04.2024 um 11:30 Uhr, die Basisinformationen vermittelt und Ihnen ganz konkrete umsetzbare Handlungsempfehlungen gegeben. Sie können sich im Nachgang hier gerne die Vortrags-Folien herunterladen.
Sprechen Sie uns an, wenn wir Sie bei Ihrem Prozess, hin zur E-Rechnung, begleiten dürfen. Gerne besteht auch die Möglichkeit der Beauftragung hier über das untenstehende Online-Formular.
Kleinbetragsrechnung
Für Kleinbetragsrechnungen bis zu 250 Euro wird auch zukünftig keine Pflicht zur Ausstellung einer E-Rechnung existieren. Gleiches gilt auch für Fahrausweise i.S.d. § 33 UStDV. Dies gilt ohne zeitliche Beschränkung.
Was ist mit Kleinunternehmer
Auch Kleinunternehmer sind ab 2028 verpflichtet das E-Rechnungsformat zu nutzen. Bis einschließlich 2027 besteht aufgrund der Übergangsregelung keine Verpflichtung.
PV-Anlagenbetreiber
Betreiber von PV-Anlagen die noch zur Umsatzsteuer optiert haben, sind verpflichtet die E-Rechnungsformate zu verwenden. Im Regelfall dürfte eine Abrechnung des Einspeisungsempfängers im Gutschritsverfahren weiterhin möglich sein.
Was ist heute zu tun
Im Jahr 2024 sollten Sie sich mit dem Empfang von E-Rechnungen beschäftigen und im besten Fall bereits Ihre Prozesse für Eingangsrechnungen optimiert und angepasst haben.
Damit sind Sie für die Jahre 2025 bis 2026 auf der sicheren Seite.
Was Sie dafür tun müssen? Beauftragen Sie uns mit Ihnen gemeinsam das Thema zu lösen.
Dauerrechnungen
Häufig wurden gerade bei Pachtverträgen Papierverträge als Dauerrechnung ausgestaltet, d.h. z.B. auch mit einer Rechnungsnummer versehen. Oft wurden hier keine zusätzlichen Rechnungen gestellt. Auch hier wird es zukünftig notwendig sein E-Rechnungen zusätzlich zum Vertrag auszustellen.
Sind Vermieter betroffen?
Wenn Sie als Vermieter berechtigter Weise zur Umsatzsteuer optiert haben und Mehrwertsteuer ausweisen, sind sie obwohl dies aus ihrer Sicht im Privatvermögen passiert auch verpflichtet eine E-Rechnung auszustellen.
Anhänge und Verweise in E-Rechnungen
Auch hier sollte es zukünftig weiter möglich sein auf Anhänge oder Verweise zur E-Rechnung hinzuweisen. Hier besteht derzeit kein gesetzlicher Hinderungsgrund. Somit können in der Email nicht nur die Rechnung selbst sondern auch Anhänge mit übersandt werden.
Wen trifft die Pflicht
Grds. jeden Unternehmer der Rechnungen im sogenannten B2B Bereich schreibt. Dabei muss es sich derzeit noch um einen Umsatz zwischen zwei inländische Unternehmer handeln.
Ausnahmen
Gilt nicht für Kleinbetragsrechnungen bis zu 250 Euro. Ebenfalls nicht für B2C Umsätze mit Privatpersonen.
Eine Ausnahme besteht auch für Unternehmer die nur nach § 4 Nr. 8ff UStG steuerfrei Ausgangsumsätze haben. (z.B. Ärzte, Praxen usw.)
Was ist mit § 13b UStG Rechnungen
Die E-Rechnungspflicht gilt unabhängig vom Steuerschuldner. Daher muss auch bei Übergang der Steuerschuldnerschaft eine E-Rechnung vom leistenden Unternehmer ausgestellt werden.
